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Mittwoch, 15. August 2012

Planzenfärbung

Meine erste Planzenfärbung hier die gesamt Färbung eines Tages. Weiter unten findet Ihr die einzelnen Farben und Planzen. Grundsätzliches zum Planzenfärben: die Wolle muß mit Alaun vorbehandelt werden. Ich habe pro 100 Gramm Wolle 15 Gramm Alaun in 2,5 Ltr. Wasser vorgebeizt. D.h. 1 Stunde lang kochen. (Am besten eignet sich hier so ein Einkochtopf wegen dem Volumen und weil Ihr diesen genau nach Gradzahl einstellen könnt.) Dies ist ein Mittelwert. Je nach Planzenart muß mehr oder weniger Alaun verwendet werden.
Dann werden die Färberpflanzen gekocht, eine Stunde lang pro 200 Gr. Planzen/Beeren in 1-2 Ltr. Wasser. Dann wird die Färberpflanze in ein Tuch gebunden und der Sud bis auf 2-.3 Ltr. aufgefüllt. Ich habe so Stoffbeutel genommen. Oben auf dem Bild sind das Brombeeren. Dann gebeizte Wolle rein und los gehts für eine Stunde kochen. Wolle verträgt kochen , jedoch keine großen Temperaturunterschiede, deswegen nach dem färben im Sud erkalten lassen.
So nun hier die Ergebnisse im einzelnen: 


Bei den Brombeeren kam noch Weinsäure mit ins Färbebad.

Efeublätter müssen getrocknet sein und eine Nacht lang vor dem Färbetag in kaltem Wassen einweichen. Meine Blätter habe ich nicht lang genug trocknen lassen. Durch das Trocken und Einweichen setzt sich der Farbstoff frei. Daher wird wohl die Farbe so blass ausgefallen sein.


Die schwarzen Stockrosenblüten habe ich mit Hibiskusblüten getrocknet und gemischt. Diese müssen eine Stunde vor dem Färben in kalt Wasser eingeweicht werden.
Dann habe ich erst einen Strang hineingeben ( auf dem Bild der rechte ) nach einer Stunde habe ich dann noch einen Strang dazu getan, welcher deutlich heller geworden  ist.


Die Sonnenblumenblätter sowie die Zuchiniblüten ( habe eh zuviel Zuchinis im Garten ) habe ich einen Tag vor Färbung gepflückt. Davon habe ich aber zuwenig genommen. Es sollten ja eigentlich 200 Gr. Blütenblätter ( wohlgemerkt getrocknete Blätter ) sein. Fast meine ganzen Sonnenblumen sind jetzt nackig.



So und zum Schluß noch die Walnussblätter, und die Blutpflaumenblätter ( habe sie im Eifer des Gefechtes vergessen zu fotografieren, nun ist`s zu spät )  Auch diese müssen getrocknet sein und eine Nacht vorher eingeweicht werden.
Es sei noch gesagt, dass einige Pflanzen getrocknet sein müssen, einige müssen außerdem noch vorher eingeweicht werden, einige werden direkt gefärbt usw. usw. Aber Ihr Lieben nicht entmutigen lassen, es macht riesig Spass. Mein Dank gilt ganz besonders Gabi, http://www.lila-zimtstangen.blogspot.de/, welche mir das Buch von Dorothea Fischer " Naturfarben auf Wolle und Seide " geliehen hat. Ohne diese hervoragende Buch wäre ich aufgeschmissen gewesen.
So nun viel Spass beim Nacharbeiten. Nicht entmutigen lassen, trocken, einweichen färben und schauen was dabei herauskommt.
Eure Simone 
 
 

Kommentare:

  1. Toll! Die Färbungen und die Beschreibungen sind super geworden, Simone. Ganz schön!

    ♥liche Grüße

    Uta

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  2. Huhu liebe Simone, über facebook hab ich Deinen Blog entdeckt und mich gleich mal spontan eingetragen. Du hast Dir viel Mühe gegeben und die Färbereien wunderbar dokumentiert - das finde ich super, denn ich teile auch gerne und gebe Tipps weiter.

    Einen ganz lieben Gruß aus der Pfalz schickt

    die Mari(anne)

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Lieben Dank für die netten Worte

Simone